Sozialkundeunterricht live in der Kreisklinik Roth

06.11.2017 - Von: G. Rudolph

Das Angebot von Anton Nagel, dem Vorsitzenden des Förderkreises der Kreisklinik Roth, war bestechend. Drei Klassen der Eckersmühlener Grundschule, samt Schulleiter und Lehrkräfte lud er in die Kreisklinik ein, um ihnen im Rahmen des Sozialkundeunterrichtes einen kleinen Einblick in den Realbetrieb eines Krankenhauses zu ermöglichen.

Aufgeladen mit hohen Erwartungen und viel Neugier im Gepäck, kamen die 56 Schüler mit  Schuleiter Hans Kaiser und ihren Lehrkräften im Bus angereist.
Die Kids im Alter von 8 bis 10 Jahren sollten sich mit der interessanten Frage: „Was passiert, wenn ich in die Klinik eingeliefert werde“, auseinandersetzen.

Klinikvorstand Werner Rupp und Anton Nagel (Förderkreis der Kreisklinik) nahmen die Ausflügler herzlich in Empfang und informierten in der „ersten Unterrichtseinheit“ die Schüler mit einem kurzen Imagefilm über die Aufgaben des Förderkreises der Kreisklinik.

Obwohl am Vormittag in der Klinik Hochbetrieb herrscht, ermöglichten die Klinikmitarbeiter den Kindern interessante Einblicke in verschiedene Abteilungen. In zwei Gruppen ging es im Wechsel in die Notaufnahme, weiter zum Röntgen, dann ganz zukunftsorientiert in den Kreissaal und zum Abschluss in die Klinikapotheke.

Auf die Frage, wer denn in der Kreisklinik geboren wurde, gingen wie auf Befehl fast alle Hände hoch. Und so war der Besuch im Kreissaal ein besonderer Höhepunkt der Exkursion, denn mit der Besichtigung ihres eigenen Geburtsbettes kehrten die Kinder zu ihren lokalen Wurzeln zurück.
 
Die hochsterile Herstellung von speziellen Medikamenten in einem Sterilraum konnte in der Apotheke beobachtet werden. In der Notaufnahme gab es im sogenannten Schockraum Informationen über die Erstversorgung der Patienten und in der Röntgenabteilung erklärten die Ärzte wann geröntgt werden muss.

Langweilig wurde es auch den Kindern der zweiten Gruppe nicht, denn in der Zwischenzeit wurden ihnen in einem 30 minütigem Workshop einfache Verbandstechniken erklärt. Unter Anleitung einer Pflegpädagogin und examinierten Kinderkrankenschwester, durften sie sich selbst nach einer Fingerverletzung einen Fingerverband anlegen.

Nach einem kleinen Snack, am Ende des Projekttages bekamen die Kinder von der Chefin der Froschapotheke noch höchstpersönlich ein Überraschungsgeschenk mit auf ihren Weg.
Voller Eindrücke und ganz bestimmt mit vielen neuen Fragen ging es dann wieder zurück in den Schulalltag nach Eckersmühlen.


Foto: „Kinder halten ihren verbundenen Finger vor dem Brunnen nach oben“.

Während eines 30 minütigen Klinikrundganges lernen die Schüler einige Abteilungen in der Kreisklinik kennen und unter Anleitung einen kleinen Verband anlegen.