Allgemein-Viszeralchirurgie

Die Allgemein- und Viszeralchirurgie umfasst die operative Behandlung bei Erkrankungen, Tumoren, Entzündungen und Verletzungen der inneren Organe und Weichteile.
Angeboten wird das gesamte allgemein- und viszeralchirurgische Spektrum mit Ausnahme der Ösophaguschirurgie, einschließlich der Metastasenchirurgie an Leber und Lunge.

Endokrine Chirurgie, Schilddrüse, Nebenschilddrüse

  1. Morphologie und funktionsgerechte Resektion nach sonographischer Vordiagnostik
  2. Thyreoidektomie, totale Schilddrüsenentfernung, feingewebliche Schnellschnittdiagnostik bei gegebener Indikation
  3. Bei nachgewiesenem Schilddrüsencarcinom, -krebs adäquate Lymphknotenentfernung
  4. Entfernung vergrößerter, hyperfunktioneller Nebenschilddrüsen bei primärem, sekundärem Hyperparathyreoidismus, Nebenschilddrüsenüberfunktion
  5. Minimierung des Risikos einer Stimmbandnervenverletzung durch intraoperatives Nerven-, Neuromonitoring
  6. Minimalisierter Zugang bei gegebener Indikation
  7. Nebennierenentfernungen, evtl. nach Vorbehandlung bei Adenomen, Geschwülsten überwiegend minimalinvasiv

Bauchwand-, Leisten-, Nabelhernienchirurgie

  1. Differenzierte Indikationsstellung bei der Versorgung von Leisten- und Schenkelbrüchen je nach Alter, Art und Größe der Bruchlücke, unter Berücksichtigung des Patientenwunsches
  2. Minimalinvasiv endoskopisch total extraperitoneale Versorgung mit Kunststoffnetzimplantation über drei kleine Inzisionen (auch beidseitige Hernien)
  3. Offene Kunststoffnetzverstärkung der Bruchrekonstruktion über Leistenschnitt (Lichtenstein)
  4. Konventionelle Hernienversorgung über Leistenschnitt ohne Fremdmaterial (Shouldice) bei jungen Patienten
  5. Nabelhernienversorgung durch Direktnaht
  6. Bauchwand- und Narbenhernienversorgung mit großzügiger Kunststoffnetzverstärkung zur Minimierung des Rückfallrisikos
  7. Bei geeigneter Indikation minimalinvasive Versorgung durch intraabdominelle Netzplastik (IPOM)

Magen und Refluxchirurgie

  1. Bei bösartigen Magentumoren totale oder subtotale Magenresektion, mit systematischer (DII) Lymphknotenentfernung, bei Sitz am gastroösophagealen (Speiseröhren-Magen) Übergang auch transhiatal, in den Brustkorb hinein erweitert
  2. Bei Magen-, Duodenalgeschwüren bzw. deren Komplikationen je nach Befund Übernähung bzw. magenerhaltende Resektionen, auch laparoskopisch
  3. Bypass-, Umgehungsoperationen bei nicht resektablen Magenausgangsverengungen
  4. Bei gastroösophagealer Refluxerkrankung (Magensäurerückfluß) minimalinvasiv laparoskopische Fundoplikatio (Manschettenbildung) und Nahtversorgung eines gleichzeitigen Zwerchfellbruches

Gallenblasenoperationen

  1. Cholecystektomien werden grundsätzlich minimalinvasiv durchgeführt

Operationen am Dünndarm

  1. Lösung von Verwachsungen, laparoskopisch und offen bei Passagebehinderungen
  2. Entfernung von Divertikeln (Meckel Divertikel)
  3. Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (Morbus Crohn) in enger Kooperation mit der Gastroenterologie
    - Erweiterungen, Strikturoplastiken bei narbigen Engstellen, Versagen
      der medikamentösen Therapie
    - Resektion entzündlicher Konglomerattumore, chronischer Fistelsystem
    - Notfalleingriffe bei Perforation, Darmverschluß
  4. Rückverlagerung vorübergehender künstlicher Anus präter
  5. Dünndarmresektionen bei Tumoren

Operationen am Dickdarm (Colon und Rektum)

  1. Leitlinien gerechte radikale Tumorchirurgie unter großflächiger Mitnahme des Lymphabflußgebietes entsprechend den Kriterien für Darmzentren der Deutschen Krebsgesellschaft
  2. Präoperativ Stadien gerechte Therapieplanung bei Rektum/Mastdarmtumoren mittels Rektoskopie, endoanalem Ultraschall (gleichzeitige Enddarmspiegelung und Ultraschalluntersuchung), Kernspintomographie
  3. Operation des Rektumcarcinoms, Mastdarmtumors mit total mesorektaler Excision (TME), vollständiger Entfernung des umgebenden Fettgewebes
  4. Bei Schließmuskel nahen Operationen Verbesserung der Kontinenz-, Haltefunktion und Verringerung der Stuhlfrequenz durch Reservoirbildung (Colon J-Pouch, transverse Coloplastie)
  5. Stadien gerechte neo/adjuvante Vor- und Nachbehandlung mittels Strahlen/Chemotherapie bei gegebener Indikation
  6. Die chirurgische Tumortherapie ist immer Teil eines, in einer gemeinsamen Konferenz mit den Gastroenterologen, der onkologischen Belegarztpraxis und der Strahlentherapie am Gesundheitszentrum festgelegten interdisziplinären Gesamtkonzeptes
  7. In geeigneten Stadien Einsatz minimalinvasiver Techniken, Abtragung von Adenomen und Frühstadien transanal (durch den Schließmuskel)
  8. Chirurgische Therapie der chronischen Divertikelkrankheit mit Stenosen und der akuten Divertikulitis
    - Vermeidung eines Notfalleingriffes durch gezielte sonographisch oder CT gesteuerte Drainageeinlage im gedeckt perforiertem Stadium
    - Frühelektive Resektion nach antibiotischer Vorbehandlung grundsätzlich minimalinvasiv laparoskopisch
  9. Notfalleingriffe bei chronisch entzündlicher Darmerkrankung, Colitis ulcerosa. Elektive Resektion mit Reservoir, ileoanaler J-Pouchbildung in enger Absprache mit dem behandelnden Gastroenterologen
  10. Blindarmoperationen, Appendektomien überwiegend minimalinvasiv

Proktologie

  1. Fachübergreifende umfassende präoperative Diagnostik (Endoskopie, endoanaler Ultraschall, Computer-, Kernspintomographie, Röntgenfisteldarstellung, Defäkographie)
  2. Operation des Hämorrhoidalleidens, je nach Befund differenzierte Operationstechnik (Milligan Morgan, bei geeigneter Indikation mittels Stapler / Longo)
  3. Operation periproktitischer, Schließmuskel naher Abszesse, Eiterverhalte
  4. Versorgung perianaler Fistel nach umfassender Diagnostik, auch mit Schließmuskel schonenden Plastiken, Schleimhautverschiebelappen
  5. Operative Behandlung von Analfissuren und Marisken
  6. Operative und konservative Behandlung des Mastdarmvorfalls, auch mittels Rektopexie, operativer Fixierung

Leberchirurgie

  1. Resektion bösartiger und - im Ausnahmefall - gutartiger Lebertumore
  2. Lebermetastasenchirurgie unter Einsatz eines Ultraschalldissektors
  3. Einsatz intraoperativer Lebersonographie unter sterilen Bedingungen zur exakten Tumorlokalisation und Parenchym sparenden Resektion
  4. Interdisziplinäre Vor- und Nachbehandlung, Chemotherapie unter Steuerung des Tumorboards

Thoraxchirurgie

Die Thoraxchirurgie befasst sich mit Operationen bei gut- und bösartigen Erkrankungen der Lunge und des Brustkorbes. Das thoraxchirurgische Spektrum umfasst videoassistierte minimalinvasive thorakoskopische (VATS) und konventionelle Eingriffe per Thorakotomie, Eröffnung des Brustkorbraumes.

  1. Minimalinvasiv thorakoskopische Bulla- (geplatzte Lungenbläschen), Lungenspitzenresektion bei Pneumothorax
  2. Thorakoskopische Pleurodese (Verödung zur Verklebung von Rippen- und Lungenfell) zur Rezidivprophylaxe bei Pneumothorax
  3. Diagnostische Mediastinoskopien (Spiegelungen des Mittelfellraumes)
  4. Drainagebehandlung, thorakoskopische oder offene Dekortikation (Ausräumung) bei Pleuraempyem, chronischen Eiteransammlungen im Thoraxraum
  5. Thorakoskopische Pleurodese zur Behandlung chronischer Pleuraergüsse (Wasseransammlungen im Brustkorb)
  6. Resezierende Lungenchirurgie zur Behandlung des Bronchialcarcinomes, Lungenkrebses
    - Je nach Befund Lobektomie (Entfernung Lungenlappen),
      Bilobektomie,   Pneumektomie (Lungenflügelentfernung)
    - Lungenparenchym sparende Resektionen
    - Radikale mediastinale Lymphknotenausräumung
    - Interdisziplinäres Behandlungskonzept mit Stadien
      gerechter Chemotherapie und Bestrahlung

Gefäßchirurgie

In der Gefäßchirurgie führen wir Operationen an Arterien und Venen durch.

  1. Anlage von Dialyseshunts
  2. Revision von Dialyseshunts
  3. Implantation venöser Portsysteme, Verweilkatheder
  4. Varizenchirurgie, überwiegend ambulant
  5. Gefäßchirurgische Notfallversorgung, Lysetherapie (Gerinnselauflösung) akuter Gefäßverschlüsse in Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung
  6. Minimal-invasive Chirurgie (siehe auch oben)


Die minimalinvasive Chirurgie macht einen Großteil unseres Operationsspektrums aus. Routinemäßig wird die minimalinvasive Chirurgie eingesetzt bei:

  1. Gallenblasenoperationen
  2. Blinddarmoperationen
  3. Leistenbruchoperationen
  4. Zwerchfellbruchoperationen, Refluxoperationen
  5. Narbenbruchoperation bei besonderer Konstellation
  6. Dickdarmoperationen wegen entzündlicher Erkrankungen
  7. Operationen bei Tumoren des Dickdarms bei besonderer Konstellation
  8. Operation bei Lösung von Verwachsungen

Ambulantes Operieren

Je nach Anamnese und Indikationsstellung werden folgende Operationen ambulant durchgeführt:

  1. Leistenbruchoperationen bei Kinder
  2. Leistenbruchoperationen bei Erwachsenen (nicht minimalinvasive Methode)
  3. Varizenoperationen
  4. Portimplantationen
  5. Operationen bei Phimose