Pflegekräfte werden zur Mangelware

26.08.2019 - Von: Kai Bader - Hilpoltsteiner Kurier

Hilpoltstein/Roth (HK) Seit Anfang dieses Jahres gelten die neuen Pflegeuntergrenzen für Krankenhäuser. Sie vermitteln Patienten das Gefühl einer Sicherheit, die sie aber nicht immer leisten können. Was bei dieser neuen Verordnung nämlich nicht verraten wird: Es ist nur für die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser bindend.

Selbst die Rother Klinik ist zu klein, um unter diese Regelung zu fallen. Doch ob mit oder ohne gesetzliche Verpflichtung: Für die Rother Einrichtung ist es überlebenswichtig, immer wieder aufs neue Pflegekräften zu suchen.

Die Pflegeuntergrenzen sind auf den ersten Blick eine gute Idee. Hier wird festgelegt, wie viele Pflegekräfte pro Patient immer auf der Station sein müssen. Doch sie gelten nur für die Unfallchirurgie, die Kardiologie, die Akutgeriatrie und die Intensivstation. Wenn ein kleineres Haus diese eigenen Abteilungen nicht hat, greift die Regelung ins Leere. "Wir haben eine Kardiologie, aber sie ist nicht eigenständig, sie gehört zur Inneren Abteilung", erklärt Dieter Debus, Pflegedienstleiter am Rother Krankenhaus. So verhält es sich auch mit der Unfallchirurgie, ... (Weiterlesen)