Von der Primäre zur Erfolgsstory

31.07.2020 - Von: G. Rudolph

Nach der Neustrukturierung der Ausbildungsberufe in der Krankenpflege wurde 2019 in Roth erstmalig ein Ausbildungskurs Krankenpflegehilfe angeboten.   Ein Jahr Praxis und Schule im Gepäck, haben nun 12 Azubis ihre Abschlussprüfung erfolgreich bestanden.   Mit dem Angebot der Ausbildung Krankenpflegehilfe betrat die Rother Berufsfachschule für Krankenpflege und Krankenpflegehilfe 2019 Neuland, denn bisher wurde in der 63-jährigen Geschichte der Rother Ausbildungsstätte ausschließlich eine dreijährige Pflegeausbildung angeboten.   9 Absolventen kommen aus dem Landkreis Roth, 9 ehemalige Azubis beginnen im Anschluss eine dreijährige generalistische Ausbildung. An der Berufsfachschule für Krankenpflege und Krankenpflegehilfe an der Kreisklinik Roth werden 3 Krankenpflegehelfer in die dreijährige Ausbildung übernommen.

Im Rahmen der festlichen Abschlussfeier, sie fand dieses Jahr etwas kleiner und leider ohne Angehörige statt, verabschiedeten Schulleiter Markus Hanekamp und Kursleiterin Ruth Winkler gemeinsam mit den Ehrengästen Dr. Hanedore Nowotny, stv. Landrätin, Klinikvorstand Werner Rupp, Pflegedienstleiter Dieter Debus und Dr. Bernhard Petry, Vorstand Bildung bei Diakoneo die glücklichen Absolventen. Gemeinsam gratulierten sie den jungen Menschen und wünschten alles Gute für ihre Zukunft.

In einer Andacht verglich Heinz Hofer, Fachlehrer für Pflege, die jungen Menschen mit jungen Adlern, die entsprechend ihrer Bestimmung sinnbildlich fliegen können. Als Wunsch und Appell forderte Hofer sie auf: Lebt eure Bestimmung!

Markus Hanekamp erinnerte an die Geschichte der Ausbildungsstätte. „Für mich sind Sie etwas Besonderes, weil sie die Ersten sind, die ihre einjährige Ausbildung erfolgreich bei uns abgeschlossen haben“. In seiner Ansprache erinnerte er an Agnes Karl, eine Visionärin der modernen Krankenpflege. Sie hatte bereits vor fast 100 Jahren die Pflege kranker Menschen als Kunst bezeichnet. Diese „handwerkliche Kunst“, ein Beruf mit „Hand und Herz“, sieht Hanekamp in der Grundpflege am Patienten. Dazu gehöre, das alltägliche Tun am Krankenbett ebenso  wie die Sorge um die Ängste der Patienten. „Das ist ihr Job und das können Sie, denn so würden sie nicht vor mir sitzen", so Markus Hanekamp.

Im Namen seines Kollegiums wünschte er allen viel Erfolg bei zukünftigen Ausbildungen und zukünftigen Arbeitgebern.

Der Bedarf eines niedrigschwelligen Angebotes an Pflegeausbildungen war aus Sicht von Markus Hanekamp und Klinikleiter Werner Rupp seit langem vorhanden.
Und so wurde bereits seit 2018, meist im Hintergrund, an der Vorbereitung der neuen Ausbildung gearbeitet. „Wir haben komplett neue, speziell auf die Schule angepasste Lehrpläne ausgearbeitet, die Personalstärke erhöht und unzählige Gespräche mit den Partnern in der Peripherie geführt“, erklärte der Schulleiter. Nach 12 Monaten gibt das Ergebnis den Organisatoren des neuen Ausbildungsangebotes Recht.

Zum Abschluss lies Kurssprecherin Sonja Eitzinger, garniert mit kleinen Episoden aus dem Schulalltag, das Schuljahr noch einmal Revue passieren.
Eines habe sie alle das gesamte Jahr verbunden: "Das gemeinsame Ziel, dass alle am Ende des Ausbildungskurses ihre Zeugnisse abholen dürfen". Mit dem Hinweis, dass die Lehrer die Azubis ebenso so oft wie umgekehrt genervt hätten, verwies die Sprecherin auf eine zusätzliche Gemeinsamkeit.
Sie bedankte sich für „die ganze Wertschätzung die uns entgegengebrach wurde“ und fügte hinzu, dass sie das richtige Maß an Anerkennung bekommen hätten.

Im Namen der gesamten Klasse bedankte sie sich bei allen Mitarbeitern, Lehrern und Angehörigen, vor allem bei Kursleiterin Ruth Winkler, für die tolle Unterstützung.

Als Dankeschön für die Lehrer überreichten die Schüler dem Lehrerkollegium zwei Präsentkörper mit allerlei guten Sachen.

Nach der feierlichen Zeugnisüber wurde gemeinsam auf das gute Ergebnis und eine gute Zukunft angestoßen.

Guntram Rudolph