Ausstellung „Weben für die Zukunft“

05.07.2018 - Von: G. Rudolph

Die Kulturschaffende Dagmar-Judith Kormannshaus-Mathiesen stellt ihre Werke erstmalig im Gesundheitszentrum der Kreisklinik Roth aus und freut sich über zahlreiche Besucher. Die Ausstellung ist von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Danach sind Besuche vom Hauptgebäude der Kreisklinik aus möglich. Am Samstag, den 28.07. 2018, in der Zeit von 12:30 Uhr bis 15 Uhr, steht sie interessierten Besuchern für Fragen gerne zur Verfügung.

Mit den liebevoll gestalteten Exponaten lädt die Bernloher Kulturschaffende die Besucher ein, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Zukunft auseinanderzusetzen. Bei den Ausstellungsstücken handelt sich dabei um kleine und mittlere handgewebte Teppiche, Bilder mit Wortkunst und freie aneinandergereihte Gedanken. Sie sollen die Besucher animieren „im Alltag ein paar Minuten stehen zu bleiben und innezuhalten“, so Kormannshaus-Mathiesen.

Die Besucher werden in der Ausstellung zum interaktiven Mitmachen gebeten. Jeder darf  am bereitgestellten Webteppichs „Mit- Weben“ und sich ins Gästebuch eintragen.

Am ausgestellten Webrahmen besteht für jeden Besucher die Möglichkeit selbst ein paar Reihen zu weben und anschließend die eigenen Gedanken in das dazu beiliegende Büchlein zu schreiben. Auf diesem Weg soll gemeinsam mit den Besuchern der „Teppich der Generationen“ entstehen.

Ein gewebter Teppich ist für die examinierte Krankenschwester und gerontopsychiatrische Fachkraft ein klassisches Sinnbild für Nachhaltigkeit, denn „Verwoben, Verflochten, Verbunden, Verknotet und miteinander Verknüpft ist Nachhaltigkeit“.

Der "Teppich der Generationen" verkörpert für die Ausstellerin verschiedene Symbole.
So steht ein gewebter Teppich für interkulturelle Gemeinsamkeiten, denn Teppiche sind weltweit in allen Kulturen vorhanden. Teppiche verbinden Generationen miteinander, - alte und junge Menschen können gemeinsam weben – und Teppiche sind Zeichen gelebter, spiritueller Rituale in allen Religionen und Kulturen.

Ihre Arbeiten entstanden auf einem integrativen - inklusiven Hintergrund, denn Kormannshaus-Mathiesen bezog ältere und kranke Menschen in ihre Arbeiten mit ein. Beim Teppich der Generationen wirkten mehrere Migranten mit.

Auf Grund der persönlichen Lebensgeschichte, die Künstlerin ist sechsfache Mutter, ist ihr die existenzielle Frage „was hinterlasse ich meinen Kindern“, ausgesprochen wichtig.

Grundlage ihrer Arbeit bieten die 2015 beschlossenen 17 UN-Ziele für eine bessere Welt.
Warum diese Ziele auch für uns in unserem Landkreis wichtig sind, erfährt der Besucher im Foyer – sie werden dort ausgestellt sein.