Unsere PDA Sprechstunde findet wieder statt

26.05.2020 - Von: CA Dr. Th. Gall

Nach der Covid-19 bedingten Pause, findet unsere regelmäßige PDA Sprechstunde wieder statt. Bevor aber eine PDA bei einer schwangeren Frau durchgeführt werden kann, sind ein Arztgespräch und die Dokumentation des Gespräches verpflichtende Voraussetzung. Deshalb bieten wir für alle Interessierten unsere PDA Sprechstunde an.

Die Geburt eines Kindes ist ein ganz besonderes Erlebnis, das mit Freude, Stolz aber auch mit Angst und Schmerzen verbunden ist.
Oft wünschen sich Mütter eine natürliche Geburt ohne medikamentöse Schmerzbehandlung. Jede werdende Mutter empfindet die Schmerzen unterschiedlich stark.
Für manche Frauen sind sie gut tolerabel, für manche gehen sie weit über das erträgliche Maß hinaus. Als effektivstes Verfahren zur Linderung des Wehen- und Geburtsschmerzes gilt die Periduralanalgesie (PDA).

Was ist eine PDA?
Bei einer geburtshilflichen PDA werden im Bereich der Lendenwirbelsäule Betäubungs- und Schmerzmittel in den Raum vor der harten Rückenmarkshaut eingespritzt.
Nach vorheriger Desinfektion und örtlicher Betäubung platziert der Narkosearzt eine Nadel in den Periduralraum, durch die dann ein dünner Schlauch (Periduralkatheter) in den Periduralraum eingeführt wird.
Nach Entfernen der Nadel werden über diesen Katheter fortlaufend oder innerhalb gewisser Zeitabstände örtliche Betäubungsmittel und Schmerzmittel gegeben.
Auf diese Weise werden die vom Rückenmark zum Bauch und Becken führenden schmerzleitenden Nervenfasern vorübergehend betäubt.

Rechtzeitige Aufklärung und Einwilligung zur PDA
Wird eine Periduralanalgesie seitens der Patientin gewünscht,  sind nicht selten bereits stärkste Wehenschmerzen vorhanden.
In einer solchen Situation ist eine differenzierte Aufklärung über Wirkungen, Nebenwirkungen und
Komplikationen einer Periduralanalgesie, welche juristischen Ansprüchen und auch der Patientin selbst gerecht wird, nicht zu realisieren.
Aufgrund der genannten rechtlichen Vorgaben dürfen  Schwangere nicht unter Wehen über eine Periduralanalgesie aufgeklärt werden.
Aus heutiger Sicht muss die Geburtsvorbereitung auch die Aufklärung über eine PDA umfassen.

PDA-Sprechstunde
Bitte holen Sie sich am Haupteingang der Kreisklinik einen Aufklärungsbogen ab und füllen Sie diesen vor dem Aufklärungsgespräch mit ihren persönlichen Angaben aus.
Eine Anmeldung für die Sprechstunde ist nicht erforderlich.
Im Aufklärungsgespräch beantwortet der Anästhesist Ihre Fragen und informiert über die Vorteile  und Risiken der Methode.
Das Gespräch über die Durchführung einer PDA sollte 4-6 Wochen vor dem Entbindungstermin stattfinden.

Termine: jeden Mittwoch
Zeit: 14:15 Uhr
Ort: Gesundheitszentrum 1 im Raum E. 09 (Erdgeschoss)

Ihr Anästhesie-Team der Kreisklinik Roth