Verunreinigtes Trinkwasser in der Kreisklinik Roth

02.07.2019 - Von: G. Rudolph

In der Kreisklinik Roth werden entsprechend Trinkwasser-Verordnung regelmäßig monatlich Proben des Trinkwassers entnommen. Ein externes Trinkwasserlabor untersucht die Wasserproben auf Gesamtkeimzahl sowie coliforme Keime sowie E. coli. Am 28.03.2019 wurde eine Belastung des Trinkwassers durch coliforme Keime (Klebsiella) in einer sehr niedrigen Konzentration festgestellt.

Ergebnis der Risikoanalyse
Durch den Hygieniker der Kreisklinik, dem Ärztlichen Leiter der Kreisklinik Roth, den klinikeigenen Hygienefachkräften sowie des Gesundheitsamtes Roth wurde festgestellt, dass es auf Grund der ausgesprochen niedrigen Belastung des Wasser mit den genannten Keimen, zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Patienten, Besucher und Mitarbeitenden gegeben hat.

Da aber eine weitere Vermehrung der Bakterien nicht ausgeschlossen werden kann,  setzen wir die  nachfolgend genannten Maßnahmen in Absprache mit Aufsichtsbehörden strikt um.
Wir bitten ausdrücklich alle Patienten, Besucher und Mitarbeiter um Verständnis für die Einschränkungen.

Maßnahmen
Als Sofortmaßnahme wurde am 26.06.2019 in der Hygienekommission (Ärztlicher Leiter, Hygieniker, Hygienefachkräfte und weitere Mitglieder der KH-Leitung) der Kreisklinik Roth folgende Maßnahmen beschlossen:

  • Schließung  und Zurückbau der Trinkbrunnen auf allen Stationen.
  • Ausstattung der Wasserentnahmestellen (in den Patientenbereichen, Stationszimmern, Patientenzimmer sowie Küche) mit endständigen Wasserfiltern. Die Keime werden damit sicher herausgefiltert.
  • Kurzfristig wird eine Desinfektion des gesamten Trinkwasserleitungsnetzes in der Kreisklinik durchgeführt.
  • Ein Planungsbüro wird beauftragt, dies mit einem geeigneten und vom Gesundheitsamt genehmigten Verfahren umzusetzen.

Hintergrund des Geschehens
In der Kreisklinik sind die meisten Wasserleitungen inzwischen, sowie die gesamte Klinik, mehr als 30 Jahre alt. Damals wurden verzinkte Stahlrohren verbaut, die zu Ablagerungen an den Innenseiten und damit zu einer Querschnittsverringerung mit teilweise geringeren Durchlaufmengen neigen.
Spülungen mit hoher Temperatur um das Leitungsnetz zu desinfizieren sind nicht mehr möglich, die Leitungen würden beschädigt und unter Umständen die gesamte Wasserversorgung der Klinik gefährden.