Krankenpflegeschüler zogen dicken Strich

25.09.2018 - Von: G. Rudolph

Mit dem kleinen Wort „endlich geschafft“, zogen die 14 ehemaligen Azubis an der Berufsfachschule für Krankenpflege Roth einen dicken Strich unter die drei Jahre ihrer Ausbildung.   9 „Ehemalige“, inzwischen examinierte Gesundheits/- und Krankenpfleger/-innen, werden zum 1. Oktober 2018 von der Kreisklinik Roth in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen.   Mit einem Gottesdienst und einem Festakt schlossen sie, gemeinsam mit Vertretern der Klinikleitung, Lehrern, Eltern, Freunden und vielen Wegbegleitern ein gewichtiges Kapitel  in ihrem Leben ab.

Obwohl nicht gerade ein Pappenstiel, wurden die 2100 theoretischen  und 2500 praktischen Unterrichtsstunden von den 12 Frauen und 2 Männern in der dreijährigen Ausbildungszeit erfolgreich bewältigt. Gebüffelt wurde bis zuletzt, denn die mündlichen Prüfungen wurde erst einen Tag vor der Zeugnisübergabe abgenommen.
Und endlich am Ziel angekommen, erhielten die 14 glücklichen Absolventen der Rother Berufsfachschule für Krankenpflege im Rahmen eines Festaktes ihre Examensurkunde, kleine Präsente und viele gute Wünsche mit auf den Weg.

Neben Landrat Herbert Eckstein und Pfarrer Matthias Weigart, Direktion Bildung der Diakonie Neuendettelsau, wurden Pflegedienstleiter Dieter Debus, Kursleiter Heinz Hofer, sowie die Angehörigen und Freunde von Schulleiter Markus Hanekamp herzlich begrüßt.

Markus Hanekamp erinnerte in seiner Ansprache an einen Satz eines Auszubildenden während der letzten Unterrichtsstunde: „Ich bin so stolz drauf, wenn ich endlich meine weiße Arbeitskleidung tragen darf“. Hanekamp nahm den Gedanken auf und erwiderte gegenüber den Gästen: „Ja, sie haben allen Grund auf ihre Ausbildung stolz zu sein, denn sie leisten eine besondere Arbeit am Menschen“.
Für Hanekamp wird die Besonderheit des Berufes in seiner Vielfältigkeit deutlich. „Pflegekräfte“, erklärte er anerkennend,  „sind oft nicht nur Pflegekraft sondern Manager, Sozialarbeiter oder auch Seelsorger zugleich.“
In der Ausbildungszeit hätten alle mit Bravour gezeigt, dass sie ihren gewählten Beruf tatsächlich beherrschen. Er bedankt sich bei seinen Schülern und bat sie eindringlich darum, ihre Freude am Beruf beizubehalten. Der Schulleiter freute sich, dass alle unter "Dach und Fach" sind, und eine Anstellung bekommen haben.
Besonders bedankte er sich bei Erna Reil,  sie ist selbst gelernte Krankenschwester und unterstützte im vergangenen Jahr als Mentorin eine Auszubildende bei der Bewältigung des Ausbildungspensums.

Herbert Eckstein machte den Berufsanfängern für ihre Leistungen Komplimente und freute sich mit ihnen über den erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Er merkte an, dass immer noch Menschen einen „Blick für die Arbeit anderer Menschen haben“ und diese wertschätzen würden, ohne selbst (vom Leid) betroffen zu sein.
Er drückte seinen Dank und seine Anerkennung gegenüber den Lehrern für ihr berufliches Engagement aus. Wenn die Gesellschaft wieder lernt, dass die sozialen Berufe wertvoll sind, kann die Gesellschaft wachsen und sich entwickeln, so der Landrat.

Pfarrer Matthias Weigart, lobte den Entschluss der jungen Menschen sich für die Gesundheit ihrer Mitmenschen zu widmen. Bezugnehmend auf die Definition von Gesundheit durch die Weltgesundheitsorganisation, wünschte er den Absolventen für die langen Jahre ihrer Arbeit Gesundheit im ganzheitlichen Sinne. Körperliche, geistige und soziale Gesundheit.

Dieter Debus, Pflegedienstleiter vertrat in diesem Jahr die Klinikleitung und entschuldigte Klinikleiter Werner Rupp und Chefarzt Dr. Dirk Asshoff. Er bedankte sich bei den Schulabgängern für den großen persönlichen Einsatz in der Klinik in den Jahren der Ausbildung. „Danke für das Einspringen, wenn Not am Mann war“. Den hohen Wert des Pflegeberufes stellte Debus heraus, indem er die Pflegenden mit Menschen verglich, die unsere Welt verändern können. „Durch gute Pflege, mit dem richtigen Wort zur richtigen Zeit, verändern sie die Welt eines Menschen, des ihnen anvertrauten Patienten“.

Heinz Hofer als Kursleiter erinnerte an gemeinsam erlebte Highlights in der Ausbildungszeit und gab seinen ehemaligen Schützlingen einen bunten Blumenstrauß an persönlichen Wünschen, vor allem den Zauber des Neuanfanges, mit auf den Weg.

Mit einem humorvollen Entfesselungsprogramm lockerten Julia Stamminger und Johanna Schwab, Azubis des des 1. Ausbildungsjahres das Programm auf. Im Anschluss kam Klassensprecher Jonas Tode mit seinen Einsichten zu Wort. Er sinnierte mit  "tiefgründigen und tiefsinnigen" Einblicken über gewisse Vorkommnisse in der Ausbildungszeit.  

Die Klassenbeste des diesjährigen Ausbildungskurses Kim Riehl wurde im Rahmen der Zeugnisübergabe mit dem Staatspreis ausgezeichnet.

Nach den Reden, Grußworten und der Überreichung der Examensurkunde, wurde endlich das Buffet eröffnet.

Weitere Informationen unter:
www.krankenpflegeschule-roth.de