Nahtloser Übergang in der Leitung der Geriatrie

17.01.2019 - Von: G. Rudolph

Die erfahrene Oberärztin Dr. Susanne Krüger ist Nachfolgerin von Dr. Albert Struntz.

Susanne Krüger übernimmt von Dr. Albert Struntz, der in Ruhestand gegangen ist, die Leitung der geriatrischen Rehabilitation an der Kreisklinik Roth.
Bisher war die Oberärztin in der Abteilung als Vertretung von Dr. Struntz tätig.

Mit der reibungslosen Stabübergabe von Dr. Struntz an Dr. Krüger „sind wir alle mehr als zufrieden“, betonten Dr. Andreas Stegmaier, Chefarzt der Inneren Abteilung, und Klinikleiter Werner Rupp. Er lobte die seit 18 Jahren an der Kreisklinik beschäftigte Mitarbeiterin als ein „wertvolles Eigengewächs“ und freute sich besonders über den großen Erfahrungsschatz, den die Oberärztin in die Abteilung einbringen wird.

Vita - berufliche Laufbahn
Die 51-jährige gebürtige Fürtherin wohnt bereits seit mehr als 20 Jahren mit ihrer Familie in Schwabach.
Ihre medizinische Laufbahn begann die Fachärztin für Innere Medizin 1986 an der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg.
Von 1992 bis 1994 bildete sie sich als Ärztin im Praktikum (AIP) im Institut für Pathologie des Klinikums Fürth (Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg) bei Prof. Dr. med. Dr. med. vet. Kühn weiter.

Nach Erteilung ihrer Approbation absolvierte sie als Assistenzärztin zwischen 1994 und 1996 in der Inneren Abteilung des damaligen Kreiskrankenhauses Roth bei Chefarzt Dr. Helmut Arras und 1996 bis 1999 ihre internistische Weiterbildung bei Dr. Dirk Asshoff und Dr. Stephan Barthel. 1999 schloss sie diese mit der Facharztprüfung zur Anerkennung der Gebietsbezeichnung Innere Medizin, erfolgreich ab.
1999 bis 2004 war sie als Oberärztin und Fachärztin an der Kreisklinik Roth in der Abteilung Innere Medizin schwerpunktmäßig in der Kardiologie und Intensivmedizin tätig.

2004 bis 2006 wurde Dr. Krüger beurlaubt um die Weiterbildung im Teilgebiet Pneumologie zu absolvieren. Diese schloss sie 2006 bei Prof. Dr. Worth am Klinikum Fürth sowie in der Rangau-Klinik Ansbach bei Dr.Hayenga erfolgreich ab. Im Anschluss kehrte sie wieder an die Kreisklinik Roth zurück.
2018 erwarb Dr. Krüger die Zusatzbezeichnung Geriatrie.

Auf die Frage warum sie in die Geriatrie wechselt, erklärte sie, dass in der geriatrischen Abteilung der gealterte Patient — noch mehr als in der Inneren Medizin — in seiner Ganzheitlichkeit gesehen werde und für sie darin eine Herausforderung bestehe. Außerdem brauche man als Ärztin eine „gewisse Reife“, um sich für die Altersheilkunde (Geriatrie) begeistern zu können. Beispielsweise werde bei einem Patienten mit einem gebrochenen Oberarmknochen nicht nur der Bruch (die Fraktur) behandelt, sondern das gesamte Krankheitsgeschehen. Das schließe in diesem Fall die Behandlung der Sturzneigung, die eventuell zum Bruch führte, genau wie die beginnende Vergesslichkeit oder die mangelhafte Ernährung und die Inkontinenz mit ein.

„Teilhabe am Leben“
„Im Vordergrund der Behandlung in der Geriatrie steht die weitere Teilhabe des Patienten an seinem bisherigen Leben. Unser Ziel ist es“, so Dr. Krüger, „nach einem Schlaganfall oder einem Bruch diese Teilhabe so gut wie möglich wieder herzustellen.“ Wenn notwendig auch mit technischen Hilfsmitteln oder personeller Unterstützung.

„Ich möchte die geriatrische Rehabilitation auf dem bereits bestehenden qualitativ hohen Niveau fortführen“, so Dr. Susanne Krüger. Viel Freude bereitete ihr bereits in der Vergangenheit das Arbeiten mit dem hochmotivierten Team, bestehend aus Physio-, Ergo- und Altentherapeuten, Pflegekräften, Logopädie, Psychogerontologie und den Mitarbeitern des Sozialdienstes.

Zukunftsvisionen
Ihre berufliche Zukunftsvision? „Sinnvoll wäre der Aufbau einer akutgeriatrischen Station, in der hochbetagte Menschen mit internistischen, aber auch mit konservativ zu behandelnden unfallchirurgischen Erkrankungen noch besser versorgt werden könnten“, erklärte Dr. Susanne Krüger.
Das Ziel, eine Zertifizierung der Kreisklinik Roth als alterstraumatologisches Zentrum zu erreichen, könne sie sich in Zusammenarbeit mit der unfallchirurgischen Abteilung gut vorstellen.