Rother OP-Team besucht regionales High-Tech-Unternehmen

Das Rother OP-Team besucht regionales High-Tech-Unternehmen Peter Brehm.

Schulung im Umgang mit den Implantaten und dem dazugehörigen Instrumentarium.

Chefarzt Dr. Rolf Reinhold erklärt einzelne Details des Materials.

Den Begriff „regionale Produkte“ verbinden wir meistens mit dem Thema regionale Wirtschaftskreisläufe. Aus guten Gründen schätzen wir Produkte mit nachvollziehbaren Lieferketten.

Das alles trifft haargenau auf den Hersteller von künstlichem Gelenkersatz, die Firma Peter Brehm zu. Das traditionsreiche High-Tech Unternehmen produziert und beliefert die Kreisklinik Roth mit hochwertigen Hüftendoprothesen, Knieendoprothesen und Implantaten für Sonderanfertigungen.

Der chirurgische Chefarzt Dr. med. Rolf Reinhold besuchte mit seinem OP Team den mittelfränkischen Hersteller und nutzte den Ausflug zur Mitarbeiterschulung an den einzelnen Prothesen. Ein weiteres Ziel einer solchen Unternehmung sei es auch, so Dr. Reinhold, dass Team der Orthopädie/Unfallchirurgie weiter zusammenzuschweißen.

Unternehmen
Das Familienunternehmen Peter Brehm, mit 160 Mitarbeitenden und seinem Firmensitz im beschaulichen Weisenfeld, entwickelt und fertigt seit 1981aus dem Super-Metall Titan eine breite Palette von hochqualitativen Hüft- und Knietotalendoprothesen.

Für den chirurgischen Chefarzt und Orthopäden der Kreisklinik Roth Dr. Rolf Reinhold sind die genannten Fakten wertvolle Kriterien für eine Top-Zusammenarbeit zwischen der Klinik und dem Produktionsbetrieb. „Leider sind in Deutschland vergleichbare Hersteller rar geworden, die Meisten sind inzwischen im nicht europäischen Ausland beheimatet“.

Firmenbesuch
„Umso erfreulicher ist es“, so Dr. Reinhold, „dass sich ein in Deutschland verbliebener Hersteller bei uns ganz in der Nähe befindet und wir davon direkt profitieren dürfen.“

Durch den kurzen Lieferweg ist es beispielsweise möglich, mittels eines unkomplizierten Kommunikationsprozesses mit dem Hersteller, Spezialprothesen in sehr kurzer Zeit zur Verfügung zu stellen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma sind uns seit Jahren eng vertraut“, erklärte der Chefarzt, und so ist es für uns Orthopäden ein besonderes Highlight der Firma in Weisendorf einen Besuch abzustatten.

Das Unternehmen präsentierte sich dem angereisten OP-Team als Betrieb zum Anfassen und die Operateure und Fachpflegekräfte durften die Herstellung der „künstlichen Ersatzteile“ für Knochen und Gelenke aus erster Hand erleben.

Nicht jeden Tag bekomme man zu sehen, wie die Implantate (die wir tagtäglich im OP einsetzen) am Ende eine absolut filigrane Feinbearbeitung durchlaufen. Nach Abschluss des Bearbeitungsprozesses muss die Metalloberfläche eine genau definierte Rauheit aufzuweisen, um im Knochen verwachsen zu können.

In Workshops wurden die Besucherinnen und Besucher den Umgang mit den Implantaten und dem dazugehörigen Instrumentarium geschult und bekamen zum Abschluss noch eine fachkundige Führung durch alle Werksbestandteile.
Bei Hausmannskost und kollegialer Geselligkeit wurde der Fortbildungstag beendet.