
Notaufnahme wieder erreichbar
Während im Hintergrund die Ermittlungen zu dem möglichen Zugriff auf das Datennetzwerk der Kreisklinik Roth auf Hochtouren laufen, gibt es positive Nachrichten: Die Notaufnahme, die ihren Betrieb kurzfristig abmelden musste, ist wieder erreichbar. „Ein gutes Zeichen, schließlich geht es in erster Linie um das Wohl der Patienten“, unterstreichen Vorständin Nadine Ortner und Landrat Ben Schwarz unisono. Gleichwohl bitten sie um Geduld in Sachen Aufarbeitung, schließlich sind in dem Prozess eine Menge Stellen eingebunden.
Das Wichtigste aber: „Wir können für Notfallpatienten wieder da sein.“ Vorständin Ortner und Landrat Schwarz ist die Erleichterung anzumerken, als sie dies am Donnerstag Mittag verkündigen können. Aus Gründen der Patientensicherheit war die Abmeldung der Notaufnahme nach Auftreten des Verdachtsfalls am vergangenen Montag notwendig geworden – „bedauerlich, aber alternativlos in Anbetracht der Lage und eines möglichen Cyber-Angriffs‘‘“, erklärt Ortner rückblickend. „Sicherheit geht vor.“
Wichtig ist und bleibt ein anderer Punkt, dem eine gute Krisenkommunikation mit vielen Absprachen und vielen Netzwerken zu Grunde liegt: „Die Notfallversorgung in der Region war zu jedem Zeitpunkt gesichert.“ Die Rettungsstelle – für die sowohl Ben Schwarz als auch Nadine Ortner grundsätzlich und ganz speziell in dieser Lage voll des Lobes sind - war informiert und hat Notfälle in die umliegenden Krankenhäuser umgeleitet - ein im Übrigen nicht unübliches Vorgehen. Gleichermaßen wurden alle betroffenen Kooperationspartner, wichtige Stellen, Gremien und Entscheidungsträger schnellstmöglich – nach entsprechender Lageeinschätzung – schnellstmöglich informiert.
Nadine Ortner und Ben Schwarz sind aktuell vor allem erleichtert, dass die Notversorgung nun wieder vor der eigenen Haustür gewährleistet ist – wenngleich es eine kleine Einschränkung gibt: Schlaganfallpatienten müssen in der Nacht weiterhin auf umliegende Kliniken umgeleitet werden.
Während der Betrieb also mittlerweile fast wie gewohnt weiter geht, laufen die Ermittlungen. Diesbezüglich sind Klinikvorständin und Landrat einer Meinung: „Das Zusammenspiel aller Stellen von Landeskriminalamt über Versicherungen bis zur Staatsanwaltschaft war und ist herausragend.“
