
Zertifiziert für den Ernstfall: Kreisklinik Roth bleibt Trauma-Zentrum
Mit der erneuten Re-Auditierung durch die Fa. CERT iQ GmbH als lokales Trauma-Zentrum im TraumaNetzwerk Mittelfranken bestätigt die Kreisklinik Roth ihre kontinuierlich hohe Qualität in der Versorgung schwerstverletzter Patientinnen und Patienten. Seit der Gründung im Jahr 2011 ist die Kreisklinik Roth Mitglied im TraumaNetzwerk Mittelfranken und leistet fortwährend einen wertvollen Beitrag zur flächendeckenden Versorgung von Schwerstverletzten in Mittelfranken.
„Die erfolgreiche Re-Zertifizierung ist ein starkes Zeichen für die Qualität der interdisziplinären Zusammenarbeit und die hohe Einsatzbereitschaft unseres Teams“, betonten Dr. med. Rolf Reinhold, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, und Thomas Nechanitzky, ärztlicher Leiter der Notaufnahme an der Kreisklinik Roth.
Im Zentrum der Schwerstverletztenversorgung steht ein qualifiziertes, interdisziplinäres und erfahrenes Team, das im speziell ausgestatteten Schockraum der Notaufnahme eine rasche und koordinierte Erstversorgung der Patientinnen und Patienten gewährleistet. Das Kernteam der Versorgung besteht aus Ärztinnen und Ärzten verschiedener Disziplinen (Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie, Anästhesie, Innere Medizin), aus dem pflegerischen Personal der Notaufnahme und der Anästhesie sowie aus Mitarbeitenden der radiologischen Abteilung.
„Unser Ziel ist es, innerhalb der ersten Minuten nach Eintreffen des Patienten lebensrettende Maßnahmen einzuleiten, die Vitalfunktionen zu stabilisieren und die erforderliche Akutdiagnostik zu veranlassen“, sagte Herr Nechanitzky.
Bei den zu behandelnden komplexen Krankheitsbildern handelt es sich um Polytraumata (mehrere, in der Summe lebensbedrohliche Verletzungen) mit Verletzungen im Bereich des Brustkorbs, Bauchraums, Schädels, der Arme und Beine sowie um schwere Blutungen und daraus resultierende Schockzustände. Aufgrund der steigenden Zahl von Schädel-Hirn-Verletzungen unter den Schwerstverletzten besteht eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung im TraumaNetzwerk Mittelfranken, insbesondere mit dem Klinikum Nürnberg Süd.
Um bestmöglich auf diese komplexen Krankheitsbilder vorbereitet zu sein, wird das Personal intensiv im Advanced Trauma Life Support (ATLS) weitergebildet, und regelmäßige praktische Übungen sind etabliert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der interdisziplinären Kommunikation und Zusammenarbeit als unerlässlichen Bausteinen der Notfallversorgung.
Angesichts des demografischen Wandels und des steigenden Anteils schwerverletzter geriatrischer Patientinnen und Patienten konnte die Kreisklinik mit der Eröffnung der Akutgeriatrie das Behandlungsangebot für dieses Patientengut komplettieren, sodass eine umfassende heimatnahe Weiterbehandlung möglich ist. Die Kreisklinik Roth leistet somit weiterhin einen wichtigen Beitrag in der Notfallversorgung – und darüber hinaus.
