Unfallchirurgie und Orthopädie

Unsere Abteilung betreut Patienten mit unfallbedingten Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie deren Folgezustände ebenso wie orthopädische Erkrankungen, die auf Grund angeborener oder erworbener Fehlstellungen entstehen. Einen erheblicher Anteil der Patienten leidet an Gelenkverschleiss, der Arthose eines oder mehrerer Gelenke.


 

Schwerpunkt Wirbelsäule

Eine sehr wirkungsvolle und risikoarme Behandlung schmerzhafter Wirbelbrüche des Osteoporosepatienten ist die Kyphoplastie genannte Zementauffüllung.

Durch 2 minimal-invasiv in den betroffenen Wirbel eingeführte Sonden erfolgt üblicherweise in Vollnarkose die Zementierung (Kyphoplastie) eines oder auch mehrerer Wirbelkörper. Ein intraoperatives 3-D-Verfahren stellt die exakte Zementplazierung sicher. Nach der Operation kann der Patient sofort aufstehen. Ein Korsett ist nicht notwendig.

In zunehmendem Masse beobachten wir osteoporotische Bruchformen, die zusätzlich durch ein Schrauben-Stab-System (Fixateur interne) stabilisiert werden müssen. Dieses wird auf schonende Weise durch kleine Schnitte an der Wirbelsäule angebracht und ermöglicht eine schnelle und schmerzarme Mobilisation dieser meist betagten Patienten.

Die Entscheidungsfindung erfolgt nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie/Sektion Wirbelsäule.

Für die Patienten mit einer schmerzhaften Arthrose der Wirbelsäule oder Enge des Wirbelkanales (Spinalkanalstenose) halten wir ein Behandlungsprogramm mit mehreren Ansätzen bereit.
Eine intensive Physiotherapie mit Krankengymnastik, Wärmeanwendungen und vielen mehr wird mit einer gezielten Einspritzungsbehandlung (Infiltration) schmerzstillender Medikamente verbunden. Eine Vorstellung bei einem unserer „Schmerzspezialisten“ rundet die Behandlung ab.


 

Endoprothetik und Arthrose - EndoProthetikZentrum (EPZ)

Unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Strube ist 2013 ein Zentrum gegründet worden, das sich schwerpunkmässig dem Ersatz von Knie-und Hüftgelenken durch künstliche Gelenke, sog. Endoprothesen widmet.

Hüftendoprothesen werden in zunehmender Anzahl durch einen minimal-invasiven Zugang (AMIS-Technik) eingesetzt. So werden unsere Patienten durch schonende Operationstechnik schneller wieder „fit“. Wir bevorzugen zementfreie Implantate, eine unmittelbar nach der Operation erlaubte Vollbeleastung ermöglicht eine schnelle Rückkehr des Patienten in sein gewohntes Leben.

Mit der computernavigierten Implantation von Endoprothesen integrieren wir modernste Behandlungsverfahren in unser Angebot und erhöhen die Sicherheit einer korrekten Ausrichtung des künstlichen Gelenkes mit Hilfe Infrarot-gesteuerter Navigationssysteme.

In unserem Zentrum werden mittlerweile auch alle Patienten mit Schenkelhalsbrüchen und Knochenbrüchen bei bereits vorhandenen Endoprothesen behandelt (periprothtische Fraktur).

In Abstimmung mit allen an der Behandlung des Patienten beteiligten Mitarbeitergruppen haben wir Behandlungspfade erstellt, die die Sicherheit des Patienten als oberste Priorität festlegen und Abweichungen nur in begründeten Ausnahmen gestatten.

Gelenkerhaltende Operationen (Umstellungsosteotomie) werden in sorgfältig ausgewählten Fällen insbesondere bei jungen und sehr aktiven Patienten eingesetzt. Die Korrektur mit Hilfe der Navigation durchzuführen wird wiederum einen Baustein zur Sicherheit dieser Therapieverfahren leisten.


 

Schwerpunkt Schulterchirurgie

Wir bieten das gesamte Spektrum offener wie arthroskopischer Behandlungsverfahren des Schultergelenkes an.

Dazu gehören die Behandlung von:

  • Engpassyndromen (Impingement)
  • Defekten der Rotatorenmanschette
  • Kalkschulter
  • Instabilität und Luxation, Labrumabriss, SLAP-Läsion
  • Frakturen
  • Kunstgelenke bei Arthrose und Rotatorenmanschettenrupturen 
  • Oberflächenersatz, Schultertotalendoprothese, Inverse Prothese
  • Wechseloperationen von Schulterprothesen

Wenn immer möglich werden arthroskopische Verfahren z.B. zur Behandlung von Instabilität und Rotatorenmanschette eingesetzt.

Unsere Patienten profitieren von unseren modernen Arthroskopietürmen, unsere Klinik verfügt über die sog. 4-K-Technologie, die derzeit die höchste Bildauflösung für minimal invasive Arthroskopien ermöglicht.

Künstliche Schultergelenke setzen eine präzise Planung voraus, denn  nur dann sind die postoperative Funktion und Standzeit mit denen der Hüftgelenksendoprothese vergleichbar.

Wir bieten deshalb die Anwendung patientenspezifischer Instrumentation (PSI


 

Schwerpunkt Kniegelenk

Das Kniegelenk stellt als eine Domäne der arthroskopischen Behandlung eine häufige Indikation für einen Eingriff in unserer Klinik dar.
Wir verfügen über eine 4-K-Arthroskopieeinheit auf dem neuesten Stand der Technik, die uns gestattet, Operationen auf CD und DVD zu dokumentieren und den gesamten Ablauf des Eingriffes für unsere Patienten zu filmen.

Wir behandeln:

  • Meniskusrisse (arthroskop. Teilentfernung, Meniskusnaht)
  • Knorpelschaden (Arthrose,Verletzung: Glättungen, Bohrungen, Knorpelverpflanzung)
  • Osteochondrosis dissecans (Ablösung knorpeliger oder knöcherner Fragmente im Knie)
  • Plicasyndrom (eine im Knie "scheuernde" Bindegewebsfalte)
  • Kreuzbandchirurgie (arthroskopische Ersatzplastik vorderes und hinteres Kreuzband, Versorgung komplexer Instabilitäten)

Arthroskoische Verfahren werden gegebenenfalls durch Korrekturosteotomien ergänzt (s.o.)


 

Schwerpunkt Fußchirurgie

(s.a. Schwerpunkt artroskopische Chirurgie)
Angeboten werden sämtliche Verfahren der Vorfusskorrektur, aber auch Operationen an Fusswurzel und  Rückfuss wie:

  • Arthrodesen von oberen und unteren Sprunggelenk
  • Korrektur von Hallux valgus
  • Korrektur von Zehendeformitäten und Metatarsalgie
  • Grosszehengrundgelenksarthrose (Hallux rigidus)
  • Arthroskopische Behandlung des oberen Sprunggelenkes bei Knorpelschaden, Bandinstabilit

 

Schwerpunkt Arthroskopische Chirurgie

Die genannten Gelenkspiegelungen in 4-K-Technik von Schulter und Kniegelenk werden ergänzt durch die Anwendung dieses Verfahrens am:

  • Sprunggelenk bei Osteochondrosis dissecans, Knorpelschaden, Instabilität, Impingement
  • Ellenbogengelenk bei Osteochodrosis dissecans, freien Gelenkkörpern,

Gelenksteife durch Verletzung oder Arthrose, Instabilität nach Verrenkung


 

Schwerpunkt Sporttraumatologie und Unfallchirurgie

Unsere Klinik ist als eines der Gründungsmitglieder des Traumanetzwerkes  Mittelfranken aktiv und verfügt über einen Schockraum für die Behandlung Mehrfachverletzter.
Ein speziell geschultes interdisziplinäres Team betreut diese Patienten unter Beachtung bestimmter Algorhitmen (S-3-Leitlinie). Neben der 24-stündigen Bereitschaft von Röntgendiagnistik und Ultraschall stehen CT und MRT in unserem Hause zur Verfügung.

Lange Röhrenknochen (Ober- und Unterschenkel, Oberarm) werden bevorzugt intramedullär mit Hilfe von Titannägeln stabilisiert, um eine frühe Belastung zu ermöglichen.
Gelenkbrüche sowie Brüche des älteren Patienten werden darüber hinaus mit sog. winkelstabilen Plattenfixateuren versorgt, die gegenüber herkömmlichen Platten früherer Generationen eine höhere Stabilität erreichen. Sie ermöglichen darüber hinaus kosmetisch befriedigendere minimal invasive Zugänge.

Endoprothtikzentrum und Traumazentrum treffen sich bei der Versorgung von Gelenkbrüchen, die mit Endoprothesen behandelt werden müssen.

Osteoporotische Wirbelkörperbrüche werden erfolgreich mit Hilfe von Zementauffüllung behandelt, um die nicht selten zur Immobilität führenden Schmerzen zu beherrschen (Kyphplastie). In allen komplexen Brüchen wird die Kyphoplastie durch minimal-invasiv eingebrachte Fixateur-Interne-System ergänzt.

Typische Sportverletzungen wie Meniskusrisse, Kreuzbandzerreisungen oder Schulterluxationen werden wie oben beschrieben nach modernsten Verfahren versorgt. Typische Überlastungsschäden werden mit allen Methoden der operativen wie konservativen Medizin behandelt.

Unsere Abteilung legt Wert auf eine frühe Mobilisation der uns anvertrauten Patienten.
Wir verfügen über eine grosszügig bemessene Abteilung für Physikalische Therapie mit allen Anwendungsmöglichkeiten der modernen Rehabilitation einschliesslich Bewegungsbecken.
Die Klinik verfügt über eine Geriatrische Rehabilitation, angegliedert ist die ALPHA-REHA Roth, die in unseren Gesundheitszentrum 1 eine grosse Anzahl ambulanter Nachbehandlungen bis hin zur Ergotherapie realiseren kann.

Die Kreisklinik Roth ist zur Behandlung von Arbeitsunfällen im ambulanten wie stationären Bereich zugelassen und bietet eine umfangreiche D-Arztsprechstunde an.
Ein menschlicher Umgang mit unseren Patienten ist für uns selbstverständlich. Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und verbessern, deshalb sprechen Sie uns gerne an und klären Fragen oder weisen Sie uns den Weg zur Verbesserung.

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,

Ihr T. Strube